Dies ist die Geschichte von Jonas, der im Juli 2009 Familie, Freunde und Heimat verlassen hat, um für ein Jahr in Kodaikanal, einem kleinen Ort auf einem Berg im Bundestaat Tamil Nadu in Indien, im Social Experience Department der Kodaikanal International School zu arbeiten.

Freitag, 23. April 2010

Today is World Book Day

Heute ist der Welttag des Buches und des Urheberrechtes. Diesen Anlass möchte ich nutzen, um meine ganz eigene Reise durch die Welt der Bücher zu erzählen.

Für mich gibt es nur weniges, das so viel Magie besitzt wie ein Buch:
Ich liebe den Geruch von Büchern, ich liebe den Anblick von Büchern, ich liebe es, durch Bibliotheken und Buchhandlungen zu schlendern, ich liebe es, Bücher zu besitzen, ich liebe den Moment, wenn man ein Buch zum ersten Mal aufschlägt, ich liebe den Moment, wenn man ein Buch beendet hat und liebe es, ein Buch zu lesen.


Ich muss aber auch sagen, dass ich viel weniger lese, als ich möchte und als ich sollte.

Bücher hatten schon immer einen großen Einfluss auf mich. Früher konnte ich nie einschlafen, ohne gelesen zu haben. Meine Eltern kamen oft spätabends in mein Zimmer befahlen: "Licht aus!". Ich habe dann meistens gehorcht, nur um es ein paar Minuten später wieder anzumachen und weiterzulesen. Haben sie mich dann wieder erwischt, habe ich mit einer Taschenlampe weitergelesen. Einem Kind zu befehlen, mit dem Lesen aufzuhören, sollte generell gesetzlich verboten werden.
Es gibt nichts Schöneres, als sich in den Tiefen eines Buches zu verlieren. Man kann nicht mehr mit dem Lesen aufhören
und schleppt es überall mit sich hin: zum Essen, zu den Hunderunden, in Bus und Bahn, aufs Klo, in sein Zimmer, in den Garten, in sein Bett ... diese Liste ist unendlich. Vor allem aber kann ich niemals eine Reise unternehmen, ohne sicher zu sein, dass ich immer genug zu Lesen mithabe.
Urlaub und Buch … das gehört einfach zusammen.

Dabei hat alles einmal klein angefangen.
Ich kann mich nicht mehr direkt daran erinnern, welches mein erstes Buch gewesen ist. Ich weiß nur, dass es immer ganz schmale waren, und dass eines meiner ersten Bücher über einen Vampir handelte.

Ich weiß aber, welches mein erstes “dickeres” Buch gewesen ist: “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende. Ich hatte damals den Film gesehen (den ersten der zwei oder drei Teile), in dem Bastian Balthasar Bux, ein eher in sich gekehrter und stark gemobbter Junge, sich auf der Flucht vor seinen Peinigern auf einem Dachboden versteckt und das Buch “Die Unendliche Geschichte” findet. Da Bastian eh etwas finden muss, um die Zeit, in der er sich versteckt, totzuschlagen, fängt er an zu lesen … und verliert sich immer mehr und immer mehr in der Welt von Fantàsien, dessen kindliche Kaiserin todkrank ist. Deshalb sucht Atreju, der junge Protagonist dieses Buches, nach einem Heilmittel und ist stetig auf der Flucht vor dem Nichts, redet mit der alten und weisen Schildkröte Morla und reitet auf dem Drachen Fuchur durch die Welt. Beim Lesen gewinnt Bastian immer mehr den Eindruck, dass dieses Buch kein normales Buch ist, sondern dass er als Leser selber eine ganz wichtige Rolle spielt.

Ich habe diesen Film gemocht und wollte unbedingt auch in meine eigene kleine Fantasie-Welt reisen. Und was gab es da Näherliegendes, als “Die Undendliche Geschichte” selber zu lesen.
Ich weiß nicht mehr, wie lange ich gebraucht habe und wie oft und genau ich diese Buch las, ich kenne heute sogar nur noch die gröbsten Rahmenhandlungen und kann mich an Details kaum noch erinnern, aber damals war es für mich etwas ganz Großes und ich war sehr sehr stolz … “Mein erstes richtiges Buch”.

Mein zweites “richtiges” Buch war ebenfalls ein Michael Ende Klassiker, wenn nicht sogar DER Michael Ende Klassiker: “Momo”, Die Geschichte handelt von dem kleinen Mädchen "Momo", das die Gabe hat, Menschen ehrlich und schweigsam zuzuhören und im Kampf gegen die Männer in Grau, die die Zeit der Menschen nicht in der Pfeife, sondern als Zigarren rauchen, ist.

Ich glaube, nach diesem Buch, ich war in der Grundschule, vielleicht erste oder zweite Klasse, war der Bann gebrochen, und ich habe eine Liebesbeziehung zu Büchern aufgebaut … und meinen sogar noch heutigen Buchgeschmack geprägt. Ich las nämlich nur fantastische Geschichten: “Ronja Räubertochter”, “Märchenmond ( -s Kinder/ -s Erben)”, “Die 13 ½ Leben des Käpt‘n Blaubär”, “Die Träume des Jonathan Jabbok”, “Der kleine Hobbit”, … : was für tolle Bücher. Ich las sie immer vor dem Einschlafen.

Und ich glaube, ich war in der dritten Klasse, als etwas Bahnbrechendes geschah, das alles änderte: Mein älterer Bruder las ein Buch. Das geschah ansonsten nie. Und mein Interesse war geweckt: Welches Buch konnte ernsthaft interessant genug sein, dass sogar mein Bruder es las. Ich wartete also geduldig, bis er das Buch zu Ende gelesen hatte. Ich meine, dass es relative lange dauerte, aber ich habe mich nicht groß gekümmert, da ich ja noch nicht wissen konnte, dass dieses Buch mich bis heute so faszinieren wird. Doch dann war es soweit und ich fing an “Harry Potter und der Stein der Weisen” zu lesen …. BAM!! Ich konnte gar nicht anders, als dieses Buch mit Haut und Haaren zu verschlingen. Ich nahm es überall mit hin und las es, wann und wo ich nur konnte …. und war daher auch schon sehr schnell fertig.
Mein blöder Bruder hatte den zweiten Teil “Harry Potter und die Kammer des Schreckens” noch nicht weit gelesen und weigerte sich natürlich standhaft, das Buch an mich abzutreten, dieser blöde Kerl. Ich habe geheult, geschrien, g
egen die Wand getreten und die Lebenserwartungen meiner Eltern rapide reduziert, doch alles half nichts. Mein Bruder war stur.

Mir blieb also nichts anderes übrig, als heimlich schon den dritten Teil „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ zu lesen, auch wenn meine Mutter dieses eigentlich nicht wollte (Ich weiß nicht mehr, warum. Vielleicht der typisch deutsche Spirit, der es verbietet, einen Dritten vor einem Zweiten Teil zu lesen).

Harry Potter hat damals mein Leben bestimmt. 50% des Umsatzes an Merchandising in Deutschland kam mit Sicherheit von mir. Bei mir war ALLES Harry Potter: Bettwäsche, Büroartikel, Hefte, Geschirr, … ich habe in meiner eigenen kleinen Hogwarts-Fantasie-Welt gelebt. Ich habe sogar eigene Zauberspruch-Listen recherchiert (jeden Spruch, den ich las, habe ich mit Wirkung aufgeschrieben), so sehr wollte ich selber ein Zauberschüler sein. Mein Leben und meine Gedanken drehten sich nur noch um Harry Potter.

Es wurde aber dann tragisch, als ich den vierten Teil „Harry Potter und der Feuerkelch“ beendete, der fünfte Teil „Harry Potter und der Orden des Phönix“ aber noch auf sich warten ließ.
Dies war der Startschuss für eine Zeit voll Ungeduld, aber auch Enthusiasmus.

Denn es dauerte jeweils anderthalb bis zwei Jahre, bis der nächste Teil herauskam. Am ersten Tag dann kauft man sich den neuen Roman (den letzten habe ich mir um Mitternacht (er kam um 2:00 Uhr) zuschicken lassen), ist dann zwei Tage mit Lesen beschäftigt, nur um dann wiederum zwei Jahre auf den nächsten Teil zu warten.
Die Wartezeit von dem vierten bis zum fünften Teil hat mich aber einem anderen Schriftsteller nähergebracht. Meine Mutter ging in einen Buchladen und fragte die Verkäuferin sinngemäß: „Mein Sohn geht an die Decke, weil der neue Harry Potter noch nicht veröffentlicht wurde. Welches Buch würden sie einem Harry Potter Fan empfehlen?“. Sie kam dann mit dem ersten Teil der Kai Mayer Trilogie „Die Wellenläufer“ nach Hause.

Kai Meyer wurde einer meiner Lieblings-Autoren (und ist er immernoch). Der deutsche Schriftsteller, der durch die Trilogie der „Fließende[n] Königin“ bekannt wurde, veröffentlicht regelmäßig neue Fantasy-Bücher (hauptsächlich Trilogien) und ist ein Garant für einen spannenden und mitreißenden Fantasy-Roman.

Eine andere Harry Potter Durststrecke hat meine Mutter (die nebenbei ein unglaubliches Talent hat, mir die Bücher zu schenken, die ich a)mir selber kaufen würde oder b)zu meinen Lieblingsbüchern werden) mit einem Buch als Geburtstagsgeschenk überbrückt, das ich ganz weit vorne unter meiner All-Time-Favorite-List nennen würde. Nicht selten rede ich sogar von meinem „Lieblingsbuch“: Jonathan Strouds „Bartimäus Trilogie“ ist einfach nur … wow. Unfassbar lustig geschriebener Fantasy-Roman, der sich zur Hälfte in Fußnoten abspielt (die Fußnoten sind eh die besten Teile des Buches).
Die Handlung spielt in London in einer fiktiven Welt, die eigentlich der heutigen Welt relativ identisch ist, nur dass die Regierung aus Magiern besteht, die eigentlich selber keine magischen Kräfte besitzen, sondern als Kleinkinder auserwählt wurden, um von anderen „Magiern“, die eigentlich alle im öffentlichen Dienst enden, adoptiert zu werden und eine Ausbildung im Dschinn-Beschwören zu erhalten.Im ersten Teil „Bartimäus und das Amulett von Samarkand“ wird der kleine Nathanael auch von seinen Eltern getrennt, um bei dem herzlosen mittelmäßig hochrangigen Beamten Underwood ausgebildet zu werden. Als der arrogante und gewissenslose Magier Simon Lovelace ihn öffentlich demütigt, beschwört Nathanael den nicht weniger arroganten Dschinn Bartimäus, um von Lovelace das Amulett von Samarkand zu stehlen. Was Nathanael nicht ahnt, ist, dass Lovelace einen Putsch gegen die Regierung plant und das Amulett dabei eine ganz wichtige Rolle spielen soll.

Eigentlich bin ich seitdem stehen geblieben. Meine Lieblingsbücher sind immer noch Jugend-Fantasy-Romane und freiwillig lese ich auch nur diese.
Wenn ich Geld mit mir habe und in einer Buchhandlung ende, komme ich eigentlich nie ohne ein neues Buch in der Hand aus dem Laden heraus.

Hier in Indien lese ich nun größtenteils auf Englisch. Zum Glück hat die Schule eine super geführte, große Bibliothek, die es mir ermöglicht, viele meiner Lieblingsbücher nun auch auf Englisch zu lesen. Das erste war natürlich Harry Potter, inzwischen habe ich die ganze Reihe a
uf Englisch durch, außerdem den zweiten Teil von Bartimäus und den kleinen Hobbit (auf Englisch nur „The Hobbit“).

Gerade jedoch lese ich ein Buch, das mein Mitbewohner mir ausgeliehen hat, mit dem Titel „Der Chinese“. Erstaunlicherweise kein Fantasy-Roman.


Dies war meine kleine persönliche Reise durch die Welt der Bücher.
Heutzutage sollte viel mehr gelesen werden. Vor allem d
en jungen Kids, die nie vom Bildschirm zu trennen sind, sollte man mal ein gutes Buch in die Hand drücken. Nicht nur die schon beschrieben tollen Aspekte des Lesens sind dabei attraktiv, ebenfalls fördert es die Konzentration und Bildung. Es regt die Fantasie an und gibt individuellen Spielraum, sodass die Geschichte sich jedes Mal dem jeweiligen Leser anpasst und jedem etwas anderes bedeuten und erzählen kann.

Vor allem aber: Lesen macht Spaß!

Dienstag, 20. April 2010

"Save the Malayan Tiger" - Blogfest


Es ist das Jahr des Tigers in China, außerdem ist gerade Earth Week und übermorgen ist Earth Day.

Auch in Indien gibt es Tiger, doch habe ich noch keinen (un- bzw. glücklicherweise) hier gesehen.

Ich habe mich dazu entschlossen, an dem „Save the Malayan Tiger“ – Blogfest 2010 teilzunehmen.

Den Malaysia Tiger gibt es schon lange, offiziell ist es aber erst seit 2004 nachgewiesen, dass er eine eigene Unterart ist. Zuvor wurde er zu dem Indochinesischem Tiger mit eingestuft.
In Malaysia gab es in den 50'ern rund 5.000 Tiger. Der Tiefpunkt an Population wurde in den 80'ern mit ca. 250 Tigern erreicht. Schutzmaßnahmen und Initiativen von Organisationen wie WWF, The Tiger Foundation und dem Save The Tiger Fund haben aber dazu beigetragen, dass sich der Bestand heutzutage auf 600 bis 650 Tiger erholt hat. Dennoch ist der Malaysia Tiger immernoch vom Aussterben bedroht.

Also was können wir tun?

Diese Frage stellt man sich so oft: Was soll ICH als "Otto-Normal-Verbraucher" denn tun?

Denn: Ich habe kaum Geld für mich alleine, war nie in Malaysia und habe auch noch nie einen Tiger getötet.

Carolin Franklin Engler gibt ein paar Ideen.
Hauptsächlich ist ihr Ansatz: Sparen. Und am besten gleich großflächig: Das Sparen cool und hipp machen, denn man benötige eine Veränderung in der Gesellschaft.

Andere gründen gleich einen eigenen Club zum Schutze des Tigers.

An sich hat die Frage, inwieweit wir bezüglich der Erhaltung der Tiger etwas bewegen können, genauso viele sich gegenseitig widersprechende Antworten, wie jeglich Frage, die auf ein Problem zielt, das unsere Dimensionen um ein vielfaches überschreitet.

Aber man kann immer noch auf das alte Sprichwort mit dem Schmetterling und dem Orkan bauen und seinen Teil dazu beitragen, um die Welt ein Stückchen besser zu machen.

Besucht doch mal die Seite des WWF’s bezüglich des Malaysia Tigers.



Mittwoch, 7. April 2010

Liste aller Freiwilligen, Urlaub & erste Heimatsgedanken (und das Ärgern der KIS Schüler)

Eine wunderbare Idee:
zwei weltwärts Freiwillige haben ein Kontakt- und Blogverzeichnis weltwärts Freiwilliger für alle Interessierten eingerichtet.
Man kann auf Anfrage die Emailadresse des jeweiligen Freiwilligen bekommen, außerdem kann man dort per Direktlink auf deren Blog weitergeleitet werden. Ich habe mich natürlich sofort eingetragen. Man kann sich nun also im Vorhinein viel besser gezielt über die jeweiligen Einsatzstellen informieren ... absolut notwendig und nun endlich da, TOP!!!

Nun steht ab Anfang Juni wieder ein Urlaub an. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich das Reisen (Zug,Bus) in Indien nicht so gerne mag. Klar, sobald man bei seinem Ziel angekommen ist, macht es wieder Spaß, aber die Reise an sich ist lästig und unangenehm. Und da ich diese Schule hier mag, blicke ich nicht mit so viel Freude auf die Ferien, wie man es aus Deutschland gewohnt ist. Vor allem aber liegt es wieder einmal daran, dass ich nicht weiß, was (und vor allem mit wem) ich machen kann.
Letztes Mal bin ich mit Roy, meinem Kollegen, herumgereist. Er ist ein total netter und toller Typ, aber um ehrlich zu sein, ist er eine Schnarchnase und verbringt den Abend a)aus finanziellen Gründen und b)aus Faulheit lieber zu Hause, als dass er Sachen sehen möchte. Die Erfahrung in Kolkata war äußerst nett und toll, aber wiederholen muss ich sie nicht nochmal.
Mein Mitbewohner fliegt nach Neuseeland und hat mir angeboten, dass ich auch mitkönne, jedoch ... tatatataaa ... Flugangst. Immer noch und stetig. Solang es sich vermeiden lässt, fliege ich nicht (versucht jetzt nicht, mich mit Sicherheit oder ähnlichem zu überzeugen, diese Angst ist nicht rational). Ich werde wohl mit Lisa, eine deutsche Freiwillige, weitere deutsche Freiwillige besuchen und außerdem haben wir die Idee, nach Agra zu fahren, damit wir auch Fotos von uns und dem Taj Mahal mit nach Deutschland nehmen können.

Aber, sollte ich Indien verlassen haben, ohne einmal in Bombay gewesen zu sein?

Goa ist eigentlich auch immer eine Idee, jedoch wird es vermutlich in Strömen gießen und da die Saison eh vorbei ist, dürfte auch alles abgebaut sein.

Falls ihr noch andere Ideen habt, bitte schreibt sie mir.

Außerdem ist mir (und meiner Familie auch) aufgefallen, dass ich (und Family) nicht mehr zähle, wie lange ich schon hier bin, sondern, wann ich wieder nach Deutschland zurück kehre. Drei Monate sind es noch.
Ich fange schon an, manchmal wieder euphorisch (und ängstlich) zu werden. Ich denke schon mit Magenkribbeln daran, wie ich in Hannover lande (mit totaler Erleichterung, weil ich nicht abgestürzt bin), meine Familie begrüße, in ein vernünftiges Auto ( ;-) ) steige, es wieder nach Deutschland riecht, meine Familie mich im Auto mit Fragen bombadiert, die ich im Jet-Lag noch nicht beantworten kann, weil ich total müde und erschöpft, aber auch aufgeregt bin. Wie wir die Kurve von der Autobahn herunternehmen und ich den Andreasturm zum ersten Mal wiedersehe. Ich fantasiere gerne davon, dass sich auf meinem so bekanntem Heimweg nichts verändert hat, fahre in Gedanken jede Kurve nach, gelange an die Straße, in der ich 15 Jahre aufgewachsen bin, steige aus, denke an meine Hunde, die mich begrüßen, an den Geruch, den man immer im Haus wahrnimmt, wenn man nach längerer Zeit wieder nach Hause kommt, an das Essen, das mich begrüßt (ich hoffe auf Mettbrötchen und abends Grillen mit gutem Bier =) ) an mein Zimmer, wie ich mit meinen Hunden vor Eli's Tür stehe (sollte sie zufällig aus Greifswald zurückgekehrt sein und nicht im Studentenstress stecken), um mit ihr eine Hunderunde zu drehen und immer mehr doch in Gesprächslaune gerate, wie ich andere alte Freunde begrüße, wie alles zur alten Normalität zurückkehrt und sich eigentlich nicht viel verändert hat, wie ich abends mit meiner Familie, die sich null verändert haben und schnell anfangen, mich wieder zu ärgern (Zitat: "Die ägga ägga mich imma"), und vielleicht auch ein paar Familienfreunden grille und quatsche, ich einfach wieder zu Hause bin und es schlicht und einfach genießen kann, wieder zu Hause zu sein.
Ja, so detailiert idyllisch idealisiere ich meine Ankunft.

Dabei weiß ich ganz genau, dass ich, sobald ich in meine Heimat zurückkehre, sofort auch das vermisse, was für mich ein Jahr mein zu Hause war. Aber man weiß immer erst, was man hat, sobald man es vermisst.

Denn hier passiert auch gerade einiges, was sehr viel Spaß macht.

Zum Beispiel ärgere ich hiermit ...... heute einen großen Teil der Schüler.
Manchester United, dem der Großteil der fußballinteressierten Schüler anhängt, wurde in der Championsleauge von Bayern München geschlagen und somit aus dem Turnier gekickt. Und wie wir Fußball-Idioten nunmal sind, habe ich aus Spaß mit vielen dieser Fans im Vorhinein einen verbalen Schlagabtausch nach dem anderen durchgeführt. Keiner hat auch nur im Entferntesten erwägt, dass ManU, auch noch gegen eine nicht-Premier-League-Mannschaft, und dann auch noch gegen eine deutsche, verlieren könne. Naja, nun lache ich aber am besten ...