Dies ist die Geschichte von Jonas, der im Juli 2009 Familie, Freunde und Heimat verlassen hat, um für ein Jahr in Kodaikanal, einem kleinen Ort auf einem Berg im Bundestaat Tamil Nadu in Indien, im Social Experience Department der Kodaikanal International School zu arbeiten.

Sonntag, 23. August 2009

KRANK (gewesen) / Mein neues zu Hause

Ich habe die gesamte letzte Woche zu Hause verbringen müssen, weil mich ein fetter Grippe-Virus erwischt hat, der in der gesamten Schule umherging.

In dieser Zeit habe ich mich zu Tode gelangweilt, mich von Müsli, Sandwich und Nudeln ernährt und das indische Fernsehen auswendig gelernt. Zwar laufen auf ca 5 Sendern durchgehend gute amerikanische Sendungen, dennoch nervt es nach einiger Zeit, wirklich GAR nichts zu machen (Und außerdem gibt es Zeiten, wo ungelogen Werbung im 5 Minuten Takt läuft. Bestes Beispiel: Bei einer Quizshow nach jeder Frage ein Werbeblog. Da wird man verrückt!!).

Glücklicherweise geht es mir aber wieder ganz gut, sodass ich morgen wieder arbeiten kann. Ich bin froh, wieder rauszukommen, auch wenn mein neues zu Hause richtig schön ist!!!

Zwar will ich meine Wand noch mit Fotos und ähnlichem um einiges farbenreicher machen, dennoch zeige ich euch einmal ein paar erste Bilder, die ich spätnachmittags, also schon in der Dämmerung, geschossen habe.

=)

Mein Zimmer 1

Mein Zimmer 2

Küche

Mein eigenes Badezimmer

Wohnzimmer

Mittwoch, 12. August 2009

Spende von Verwandten, Camp, krank, Mario und Elena sind weg

Vorab:

Entschuldigt, dass ich so lange nicht mehr gepostet habe.

Heute erreichte mich eine Mail, dass meine Verwandten aufgrund der Berichte in meinem Blog für das Waisenhaus (Shenbaganeur Orphanage) spenden =). Vielen vielen vielen lieben Dank, mit dieser für den westlichen Standart ertraglichen Summe kann man hier in Indien eine Menge (!!) bewirken! Vielen lieben Dank Oma, Tante Birgit, Christina und Dennis, auch von den anderen SoEx-Mitarbeitern.

Am Wochenende war ich auf einem Camp.
Ein paar Schüler aus der 12. Klasse, ein paar Lehrer und ich haben drei Tage an einem sehr schönem See verbracht, das Wetter war gut und ich hatte (zum Glück) zwei Bücher mit.
An sich eine schöne Sache, aber auch ein bisschen langweilig.
Viel gibt es nicht zu berichten, dennoch habe ich ein paar Fotos genkipst.

Den gestrigen Tag habe ich im Bett verbracht, da ich seit Montag krank bin. Da man in Indien bei dem kleinsten Verdacht auf Malaria, das sich ähnlich wie eine Grippe äußert, zum Arzt gehen soll, bin ich heute aus Vorsorge bei der Doktorin gewesen, ich habe jedoch nichts Tragisches, sondern nur einen kleinen Virus, der gerade durch die gesamte Schule geht.

Ein wenig traurig war heute der Abschied von Mario und Elena, die gerade auf dem Heimweg nach Deutschland sind. Vor allem Mario hat mich hier super eingelebt und ich habe ihm einiges zu verdanken. Mal sehen, wie ich mich bei der Arbeit nun alleine so schlage. Aber ich denke, dass ich das auch gemeistert kriege. Und einen positiven Effekt hat es: Am morgigen Donnerstag werde ich mit Oliver zusammenziehen und meine ERSTE WARME (!) DUSCHE in Indien genießen können!! YES!! Allmorgendliche Katzenwäsche und alltägliches Abfrieren am Nachmittag unter der Dusche àde!!

=)

Jonas




Sonntag, 2. August 2009

Mercy Home und Shenbanganeur Orphanage

An meinem Geburtstag (so nebenbei vielen vielen Dank für die ganzen Glückwünsche per Telefon und online =) ) waren wir im Mercy Home, also im Altenheim. Dazu muss man sagen, dass Dieses natürlich überhaupt nicht zu vergleichen ist mit den deutschen Altenheimen. Wir haben dort Betten vermessen, da SoEx im Vorfeld neue Matratzen gekauft hat und die Betten keine Einheitsgröße haben, sondern alle unterschiedlich lang und breit sind.
Außerdem haben die holländischen Mädels mit den alten Ladys ein sehr seltsames Brettspiel gespielt, das an eine Billigversion von Pool-Billiard erinnert.

Ebenso war ich am Samstag wieder im Shenbaganeur Orphanage, da das Green Team doch nicht stattfand.
Dort haben wir ein wenig den Garten gepflegt und ganz viel mit den Schülern gespielt und ihnen vorgelesen. Außerordentlich schön, trotz einiger KIS-Jungs, die überhaupt nicht mit den Kindern in Kontakt treten wollten. Man fragt sich, warum sie dann mit ins Kinderheim gehen!!!

Fotos leider nur vom Mercy Home.

Bis bald =)

Jonas